Wissenschaft

Die DFT fördert Wissenschaft, Forschung und Lehre – insbesondere für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie sowie für die Weiterentwicklung psychodynamischer Methoden und Techniken (vgl. § 2 der Satzung).

Ein wichtiges Forum hierfür auch das quartalsweise erscheinende Zeitschrift „Psychodynamische Psychotherapie“, in dem Mitglieder von Artikeln zu psychodynamischen Konzepten, aktueller Forschung und praxisnahen Fallbeispielen profitieren. Die Zeitschrift ist im Mitgliedsbeitrag enthalten und ergänzt weitere Vorteile wie Vernetzung, Fortbildungen und berufspolitische Vertretung.

Zudem ist die DFT an der Ausarbeitung der folgenden Leitlinien beteiligt:

  • S3 Leitlinie PTBS
  • S3 Leitlinie Angststörungen (Kinder & Jugendliche)
  • LL-SBPF – Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Persönlichkeitsfunktionen

Deutscher Psychodynamik-Preis 2026

Die Deutsche Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie / psychodynamische Psychotherapie (DFT) lobt seit 2024 jährlich den „Deutschen Psychodynamik Preis“ aus.

Der Deutsche Psychodynamik-Preis wird in vier Kategorien verliehen, mit folgenden Preisgeldern versehen und an folgende Zielgruppen adressiert:

Kategorie 1

Deutscher Psychodynamik-Preis

Preisgeld: 7.500€; Zielgruppe: Etablierte Psychodynamiker*innen in Forschung und/oder Öffentlichkeit

Kategorie 2

Deutscher Psychodynamik-Preis – Early Career

Preisgeld: 2.500€; Zielgruppe: mind. promovierte Psychodynamiker*innen, Principal Investigators, Arbeitsgruppenleitende

Kategorie 3

Deutscher Psychodynamik-Preis – Psychodynamik und Gesellschaft

Preisgeld: 2.500€; Zielgruppe: Psychodynamiker:innen, die in die Gesellschaft hinein psychodynamisch wirksam sind

Kategorie 4

Deutscher Psychodynamik-Preis – Junior

Preisgeld: 750€; Zielgruppe: Bachelor-, Master- oder Promotionsstudierende

Das Preisgeld soll ausschließlich für weitere psychodynamische Forschung verwendet werden (bzw. in der Kategorie 3 der in der Satzung formulierten „Förderung der Volks- und Berufsbildung“, womit unter anderem die Dissemination und Kommunikation psychodynamischen Denkens in die Gesellschaft hinein verstanden wird).
Die Entscheidung über die Vergabe des Preises erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges durch eine vom Vorstand der DFT benannte Jury, die sich aus Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats der DFT sowie Mitgliedern des Vorstandes der DFT zusammensetzt.

Bei eingereichten kooperativen Arbeiten ist der Eigenanteil in der Bewerbung darzulegen und den Ko-Autor:innen Mitteilung über die Bewerbung zu geben. Bei der Einreichung/Bewerbung sind max. 2 Arbeiten mit einem kurzen CV inkl. bisheriger klinischer und wissenschaftlicher Tätigkeit im Bereich der Psychodynamik bei Prof. Dr. Klaus Michael Reininger
() und bei Dr. Adrian Kind (), bis spätestens zum 06.01.2026 elektronisch einzureichen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer Online Vorlesung der DFT, bei der der/die Preisträger:in gebeten wird, einen Vortrag über seine:ihre Arbeit zu halten.

Deutscher Psychodynamik-Preis 2025

Es ist uns eine besondere Freude, den Deutschen Psychodynamik Preis in seiner zweiten Vergabe folgenden Personen zu verleihen:

  • Deutscher Psychodynamik Preis 2025 (Dotierung 7.500€): Univ-Prof. Dr. Sylke Andreas (Universität Klagenfurt)
  • Deutscher Psychodynamik Preis 2025 „Early Career“ (Dotierung 2.500€): Prof. Dr. Eva Maria Klein
 (Universitätsklinikum Freiburg)
  • Deutscher Psychodynamik Preis 2025 „Junior“ (Dotierung 750€): Dr. Ludwig Ohse


Erstmals wurde der Deutsche Psychodynamikpreis auch in der Kategorie Deutscher Psychodynamik Preis – Psychodynamik und Gesellschaft (Dotierung: 2.500€) verliehen.
Erhalten haben ihn Dr. Cecile Loetz & Dr. Jakob Müller (Podcast – Rätsel des Unbewussten; Universitätsklinikum Heidelberg).

Wissenschaftlicher Beirat

Der wissenschaftliche Beirat der DFT vereint ausgewiesene Expert:innen der psychodynamischen Psychotherapie. Seine Aufgabe ist es, den Verband in wissenschaftlichen und fachlichen Fragen zu beraten und Impulse für die Weiterentwicklung von Forschung, Ausbildung und Praxis zu geben.

Zu den zentralen Funktionen gehören die kontinuierliche Weiterentwicklung und Überprüfung von Ausbildungsleitlinien, um eine bundesweit einheitliche und qualitativ hochwertige psychodynamische Ausbildung sicherzustellen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diskussion und Weiterentwicklung psychodynamischer Konzepte. So wird reflektiert, was psychodynamische Psychotherapie heute ausmacht und wie sie zum gesellschaftlichen Diskurs und aktuellen Themen beitragen kann.

Auf diese Weise trägt der Beirat dazu bei, dass Ausbildung, Forschung und therapeutische Praxis stets am neuesten wissenschaftlichen Stand ausgerichtet sind – zum nachhaltigen Nutzen für Psychotherapeut:innen, Institute und Patient:innen. Durch seine Arbeit trägt der Beirat somit entscheidend zur Qualitätssicherung und Relevanz der Psychodynamik bei – heute und in Zukunft.

Universitätsklinikum Jena, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie

Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalyse, Sexualtherapie; Lehrtherapeut und Supervisor

Forschungsschwerpunkte

  • Gruppenpsychotherapie
  • Psychotherapieforschung
  • Gruppentherapieforschung
  • Interaktionsforschung
  • Klinische Sexualforschung
  • Klinische Bindungsforschung
  • Psychodiagnostik

Psychologische Hochschule Berlin

Professur für Psychosomatik und Psychotherapie, Leiterin des postgradualen Masterstudiengangs TP​, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (TP), Psychoanalytikerin, ​Systemische Therapeutin (DGSF), Supervisorin, Lehrtherapeutin  

Forschungsschwerpunkte

  • Psychotherapieforschung
  • Psychodynamische Ausbildungsforschung
  • Psychodynamische Konzeptforschung
  • „Alliance ruptures“, Allianzfokussiertes Training, Umgang mit Spannungen und Krisen in der Therapiebeziehung
  • Psychodynamische Techniken
  • Strukturelle Defizite im Kontext von Burnout und psychogenen Arbeitsstörungen
  • Förderliche und hemmende Faktoren für die Behandlungsaufnahme bei Patientinnen mit Anorexia nervosa

Universitätsklinikum Heidelberg

Assistenzärztin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsschwerpunkte

  • Psychotherapieforschung
  • Klinische Bindungsforschung
  • Depression und Persönlichkeitsstörungen

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Universitätsprofessor für Klinische Psychologie; Psychotherapie und Psychoanalyse

Forschungsschwerpunkte

  • Diagnostik und Therapie struktureller Störungen
  • Klinische Bindungsforschung
  • Trauma und Dissoziation
  • Psychophysiologie
  • Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD)

Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn

Chefarzt; FA Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Forschungsschwerpunkte

  • Diagnostik und Klassifikation
  • Dissoziation und Psychotraumatologie
  • Gen-Umwelt-Interaktion
  • Psychotherapie
  • Traumatischer Stress und körperliche Erkrankungen