Psychoanalyse in Beziehung. Mut zur Zukunft.

Dass etwas, das in die Welt gekommen ist, bleiben kann, mag Glück oder Zufall sein – oder, im Sinne Winnicotts, das Resultat ausreichend guter Arbeit, befreit von kindlichen Illusionen von Allmacht und Grenzenlosigkeit.
Mit der Gründung im Jahr 1951 begann eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit psychoanalytischem Denken und Handeln, die sich stets im Spannungsfeld von Bewahren und Weiterentwickeln bewegt. Weiterentwicklung auch im Sinne eines stetig gewachsenen Instituts, in dem wir neben der Gründung des Instituts vor 75 Jahren ebenso 30 Jahre Trennungs- und Scheidungsberatungsstelle, 20 Jahre Babyambulanz, 17 Jahre Medizinisches Versorgungszentrum
sowie 7 Jahre Hannoversches Institut für Psychotherapie im Winnicott Institut (HIP-WI) feiern wollen.

Heute zeigt sich diese Spurensuche ebenso wie das Spurenlegen zu neuen Verzweigungen psychodynamischen Denkens unter veränderten institutionellen Bedingungen: Aktuell vor dem Hintergrund einer Reform, die die Bedingungen psychodynamischer Weiterbildung grundlegend verändert und teilweise infrage stellt. Psychoanalytisches Wissen fördert die Emanzipation
des Einzelnen ohne Negation des Sozialen und eröffnet damit einen Denkraum, im Individuum wie in der Gesellschaft und schützt damit gleichsam die Demokratie. Die Arbeit mit Erwachsenen ebenso wie mit Kindern und Jugendlichen bleibt der Theorie des Subjekts verpflichtet, der der Andere wie das fremde Andere im Eigenen, immanent ist. Diese Intersubjektivitätsperspektive befähigt dazu, innere und äußere Konflikte in ihrem unhintergehbaren Ineinanderwirke zu verstehen. Über unsere Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung, Behandlung, Beratung und Forschung wollen wir gemeinsam in Hinblick auf unsere Zukunft in einer menschenwürdigen Gesellschaft reflektieren.

Folder_75Jahre_WI-12032026

Veranstaltungsort

Winnicott Institut Hannover

Kontakt

Dr. phil. Nele Reuleaux | Dr. phil. Christoph Müller
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