Mitgliederbereich Login

Die Vorträge, sechs an der Zahl, waren zum größten Teil analytisch geprägt und in weitestgehend hoch komplexer, anspruchsvoller Weise aufbereitet. Von philosophischen Einflüssen wie Kant und Hegel über klassische Psychoanalysetheorien von natürlich Freud, Klein und Winnicott (etc…) bis moderneren Theaorie von Isaacs Lacan, oder Okden wurde man reich intellektuell angefüttert. Auch aktuelle Ergebnisse der Psychotherapieforschung fehlten nicht. Jeder Vortrag bat Diskussions- und Fragepotenzial, welches im Rahmen des Möglichen befriedigt wurde. In den vielen unterschiedlichen zur Auswahl stehenden Vertiefungsseminaren konnte man seiner Neugier in Bezug auf das individuelle Wunschthema fröhnen. Hierbei fiel allerdings auch der dominierende Anteil analytisch arbeitender Dozenten auf. Die rein psychoanalytische Vorgehensweise unterscheidet sich schon von der tiefenpsychologischen. Nichts desto trotz waren die Vorträge und auch das Seminar, welches ich besuchte, sehr Inspirierend für mein theoretisches Wissen und meine praktische Arbeit. Es stellte mich jedoch wie so oft vor die Frage: Wie kann ich die Analytische Theorie konkret in meine Arbeit einbeziehen und auch anwenden.

Am Donnerstag Mittag schließlich gab es ein Diskussionsforum zum Thema "Fortbestehen der Psychodynamik", welches sehr anregend war. Es wurde hier klar, dass real politisch gearbeitet werden muss, dies aber nicht ohne die heranwachsende Generation der Psychodynamiker geschehen kann.

Mir wäre es eine Herzensangelegenheit, dass sich die DFT in die Psychodynamischen Tage mehr mit einbezieht um hier beispielsweise ein Forum zu schaffen, in dem weiter über Tiefenpsychologie und ihre Entwicklung gesprochen werden kann. Meines Erachtens ist es vor allem wichtig, Brücken zwischen Analytikern und Tiefenpsychologen zu bauen, um so Spaltungen innerhalb der Profession zu vermeiden. Meine Vision ist, dass man durch gezielten Austausch gemeinsame Energien und Ideen nutzen und in die richtigen Bahnen lenken kann, wodurch politisch und gesellschaftlich der Stand der Psychodynamischen Verfahren gestärkt und wider mehr etabliert werden soll.

Alexander Berndt

Aktuelles - Aus der DFT-PIA-Vertretung